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Wie geht es weiter mit der Synodenumsetzung?

Wie geht es weiter? 

Nach der Aussetzung und der römischen Antwort auf den Rekurs hat die Bistumsleitung mögliche nächste Schritte beschrieben, um den "roten Linien" aus Rom zu entsprechen, aber auch dem Anspruch, den sich das Bistum in der gemeinsamen Synode selbst gegeben hat, weiterhin nachzukommen. Den Vorschlag mit 172 fusionierten Pfarreien und einem Seelsorge/Pastoralraum finden sie auf der Homepage des Bistum. Wir empfehlen auch den Beitrag von  Wolfgang Drießen im Kreuz und Quer mit einem "Synoden Rechenexempel".  Weiter

Diskrepanz zwischen Vision und Möglichkeit der Verwirklichung

Für Bischof Ackermann gibt es „eine Diskrepanz zwischen einer durchaus ansprechenden Vision von Pfarrei als Ort des gelebten Evangeliums und den Hinweisen zur konkreten Verwirklichung“ in der römischen Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ (20. Juli 2020 - Download als PDF). Das hat der Trierer Bischof im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (kna) und der Trierer Bistumszeitung „Paulinus“ am 24. Juli erklärt.

Das gesamte Interview ist auf www.paulinus.de zu finden.

Auch Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hatte sich zur Instruktion geäußert und sich mit einem Video an die Gläubigen gewandt.
 

Synode geht....

Aktuelle Nachrichten zur Umsetzung der Synode

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten der Bischöflichen Pressestelle zur Umsetzung der Bistumssynode: Was wir tun, wo sich was bewegt, wie die Ergebnisse der Synode konkret und sichtbar werden: Synode geht!

De Synode geht inhaltlich weiter

Nachdem der Vatikan die Bistumsreform gestoppt hat, geht die „Pfarrei der Zukunft Wadern“ vorerst nicht an den Start.

Von Ruth Wagner

Wadern  Der Schock sitzt tief, und es herrscht große Irritation! Beim ersten Treffen im Dekanatsbüro Thailen, nach dem  Stopp der Bistumssynode, herrscht bei den Verantwortlichen massive Verärgerung. Die Steuerungsgruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen hat in den letzten Monaten viel Arbeitskraft und Motivation in die organisatorische Umsetzung der Synode und die Planung für die „Pfarrei der Zukunft Wadern“ investiert und ist nun erst einmal gestoppt worden.   

Auch die Ehrenamtlichen fühlen sich ausgebremst und verunsichert, insbesondere auch die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für den Rat der Pfarrei in der „Pfarrei der Zukunft Wadern“ zur Verfügung stellen wollen.

„Wie und wann es weiter geht, ist zurzeit noch offen“, bemerkt Diakon Wolfgang Drehmann. „Zur inhaltlichen Zusammenarbeit, auf der Ebene des jetzigen Dekanates Wadern bzw. der zukünftigen Pfarrei im Bereich der Seelsorge, gibt es keine Alternative. Die jetzigen Mitarbeiter werden so wie bisher weiter arbeiten“.

Dechant Hans Jürgen Bier glaubt, dass es sich bei dem Stopp aus Rom nur um einen Aufschub handelt und nicht um ein vollständiges Zurück in die alte Pfarrei. Er hält den eingeschlagenen Weg für den einzig richtigen und wünscht sich, dass dieser, nach einer Phase des Nachdenkens, noch stärker als bisher in der neuen Pfarrei der Zukunft gegangen wird.

Dekanatsreferent Rainer Stuhlträger ist der Meinung, dass die Synodenumsetzung inhaltlich, ungeachtet der Ereignisse in Rom, weitergeht und dass der Weg in die Zukunft, wie im Synodendokument beschrieben, richtig ist. „So groß die Enttäuschung auch sein mag über die Entscheidung, so ist unsere Arbeit in der Steuerungsgruppe nicht auf Eis gelegt, sondern nun noch wichtiger. Es geht darum, weiter mit den Menschen in den Dialog zu kommen, so wie wir es bei der Fahrt mit der Museumsbahn erlebt haben“, sagt er. Dem schließen sich Pastoralreferentin Martina Zimmer, Gemeindereferentin Tanja Buchheit-Thewes und Gemeindereferent Jörg Mang voll und ganz an.

„Im Dekanat Wadern wird de facto schon die Pfarrei der Zukunft gelebt“, erklärt Wolfgang Drehmann. „Hier ist die Zusammenarbeit von Priestern, Hauptamtlichen und Laien tägliche Praxis. Bereits vor der Synode waren Zusammenlegungen zu Pfarreiengemeinschaften notwendig, weil Kirche nicht mehr in allen Orten gleichzeitig präsent sein konnte. Die Seelsorge ist dadurch differenzierter und zielgruppenorientierter geworden, ohne die Grundversorgung einzuschränken.   

Die Zusammenarbeit bezieht sich seit Jahren unter anderem auf: gemeinsame Vorbereitung von Erstkommunion und Firmung, Trauercafé, Besuchsdienst der Caritas, Bauwagen als „Ort des Zuhörens“ am Stausee, spirituelle Wanderungen, Ostergarten Wadrill, Jugendarbeit auf Dekanatsebene mit Ferienfreizeiten und dem Angebot der MIA-Kirche in Rappweiler. Diese Aktivitäten werden alle von Haupt- und Ehrenamtlichen aus den drei Pfarreiengemeinschaften Losheim, Wadern und Weiskirchen getragen“, so Diakon Drehmann.

Martina Zimmer bemerkt, dass alle katholischen Kitas bereits jetzt im Dekanat zu einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft zusammen geschlossen sind. „Sie sind bereits jetzt Orte von Kirche, indem sie das Rahmenleitbild des Bistums umsetzen“.      

Fakt ist: Die Frauen und Männer der Steuerungsgruppe lassen sich durch diese „Pause“ nicht entmutigen und sind zuversichtlich, dass es weiter geht und Menschen bereit sind, den Weg der Synode mitzugehen.