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De Synode geht inhaltlich weiter

Nachdem der Vatikan die Bistumsreform gestoppt hat, geht die „Pfarrei der Zukunft Wadern“ vorerst nicht an den Start.

Von Ruth Wagner

Wadern  Der Schock sitzt tief, und es herrscht große Irritation! Beim ersten Treffen im Dekanatsbüro Thailen, nach dem  Stopp der Bistumssynode, herrscht bei den Verantwortlichen massive Verärgerung. Die Steuerungsgruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen hat in den letzten Monaten viel Arbeitskraft und Motivation in die organisatorische Umsetzung der Synode und die Planung für die „Pfarrei der Zukunft Wadern“ investiert und ist nun erst einmal gestoppt worden.   

Auch die Ehrenamtlichen fühlen sich ausgebremst und verunsichert, insbesondere auch die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für den Rat der Pfarrei in der „Pfarrei der Zukunft Wadern“ zur Verfügung stellen wollen.

„Wie und wann es weiter geht, ist zurzeit noch offen“, bemerkt Diakon Wolfgang Drehmann. „Zur inhaltlichen Zusammenarbeit, auf der Ebene des jetzigen Dekanates Wadern bzw. der zukünftigen Pfarrei im Bereich der Seelsorge, gibt es keine Alternative. Die jetzigen Mitarbeiter werden so wie bisher weiter arbeiten“.

Dechant Hans Jürgen Bier glaubt, dass es sich bei dem Stopp aus Rom nur um einen Aufschub handelt und nicht um ein vollständiges Zurück in die alte Pfarrei. Er hält den eingeschlagenen Weg für den einzig richtigen und wünscht sich, dass dieser, nach einer Phase des Nachdenkens, noch stärker als bisher in der neuen Pfarrei der Zukunft gegangen wird.

Dekanatsreferent Rainer Stuhlträger ist der Meinung, dass die Synodenumsetzung inhaltlich, ungeachtet der Ereignisse in Rom, weitergeht und dass der Weg in die Zukunft, wie im Synodendokument beschrieben, richtig ist. „So groß die Enttäuschung auch sein mag über die Entscheidung, so ist unsere Arbeit in der Steuerungsgruppe nicht auf Eis gelegt, sondern nun noch wichtiger. Es geht darum, weiter mit den Menschen in den Dialog zu kommen, so wie wir es bei der Fahrt mit der Museumsbahn erlebt haben“, sagt er. Dem schließen sich Pastoralreferentin Martina Zimmer, Gemeindereferentin Tanja Buchheit-Thewes und Gemeindereferent Jörg Mang voll und ganz an.

„Im Dekanat Wadern wird de facto schon die Pfarrei der Zukunft gelebt“, erklärt Wolfgang Drehmann. „Hier ist die Zusammenarbeit von Priestern, Hauptamtlichen und Laien tägliche Praxis. Bereits vor der Synode waren Zusammenlegungen zu Pfarreiengemeinschaften notwendig, weil Kirche nicht mehr in allen Orten gleichzeitig präsent sein konnte. Die Seelsorge ist dadurch differenzierter und zielgruppenorientierter geworden, ohne die Grundversorgung einzuschränken.   

Die Zusammenarbeit bezieht sich seit Jahren unter anderem auf: gemeinsame Vorbereitung von Erstkommunion und Firmung, Trauercafé, Besuchsdienst der Caritas, Bauwagen als „Ort des Zuhörens“ am Stausee, spirituelle Wanderungen, Ostergarten Wadrill, Jugendarbeit auf Dekanatsebene mit Ferienfreizeiten und dem Angebot der MIA-Kirche in Rappweiler. Diese Aktivitäten werden alle von Haupt- und Ehrenamtlichen aus den drei Pfarreiengemeinschaften Losheim, Wadern und Weiskirchen getragen“, so Diakon Drehmann.

Martina Zimmer bemerkt, dass alle katholischen Kitas bereits jetzt im Dekanat zu einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft zusammen geschlossen sind. „Sie sind bereits jetzt Orte von Kirche, indem sie das Rahmenleitbild des Bistums umsetzen“.      

Fakt ist: Die Frauen und Männer der Steuerungsgruppe lassen sich durch diese „Pause“ nicht entmutigen und sind zuversichtlich, dass es weiter geht und Menschen bereit sind, den Weg der Synode mitzugehen.

Aktuelle Informationen

Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus

Trier - Am 21. November hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft bei der Kleruskongregation. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubigen aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen.

Bischof Ackermann wird nun wie von der Kongregation erbeten Stellung nehmen zu der Beschwerde, die die Priestergemeinschaft Unio Apostolica eingereicht hat. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg wird zusammen mit den Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat prüfen, welche Konsequenzen die Aussetzung des Vollzugs hat und welche Maßnahmen nötig sind.

Für die Seelsorge vor Ort hat das römische Schreiben keine direkten Auswirkungen. Die Mitarbeitenden des Bistums werden informiert.

Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt

Ergänzung vom 22. November 10.30 Uhr:

 

Als erste Maßnahme hat Bischof Ackermann verfügt, dass die geplanten Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt werden, weil deren Durchführung gegen die verfügte Aussetzung verstoßen würde. Zu allen weiteren Konsequenzen und Maßnahmen läuft die Prüfung; Informationen dazu erfolgen Anfang der kommenden Woche.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.bistum-trier.de/herausgerufen 

DAS NEUE LEITUNGSTEAM

Pfarrer Axel Michael Feldmann
Blankenrath
41 Jahre
bisher: Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Blankenrath

Nicole Claire Heckmann
Osburg
46 Jahre
Gemeindereferentin
bisher: Referentin für Gemeindecaritas im Diözesancaritasverband Trier e.V.

Hans-Albert Dörr
Damflos
60 Jahre
Verwaltungsleiter
WZB gGmbH Spiesen-Elversberg, Wendelinushof St. Wendel

 

Am 29. November ´19 haben wir in einer Veranstaltung das Ehrenamtliche Engagement in den Mittelpunkt gestellt und insbesondere für die unermüdliche und langjährige Arbeit der Gremien in unseren Dörfern DANKE gesagt

Ab 18:00 Uhr waren alle Gremienmitglieder nach Nunkirchen eingeladen - etwa 100 Menschen sind dieser Einladung gefolgt.  Bei einem Abendlob in der Herz-Jesu Kirche wurde um Gottes Beistand gebetet. Anschließend war im Pfarrheim für das leibliche Wohl gesorgt. Zeit zur Begegnung. Und erste wichtige Informationen zur Weiterarbeit in den Gremien nach der Aussetzung des Gesetzes wurden beraten.